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Vorläufiges Vorwort zum neuen Roman

Aktualisiert: 31. Okt. 2022

Ich muss mich bei Euch Allen entschuldigen, dass ihr noch ein Jahr warten müßt, bis Ihr Teil 1 meiner Romanreihe "Die Wächter der Waage", endlich in den Händen halten dürft. Leider mußte ich einiges durchleben, was ich so nicht geplant habe, aber ihr wisst ja selbst, dass das Leben manchmal seine Eigenen Wege plant und dem hatte ich mich unterzuordnen. Alles in Allem liegt Kraft in JEDER GESCHICHTE, die wir in unserem Leben durchleben dürfen und auch manchmal müssen.

Ich verrate aber -und das nur hier- ein paar Geheimnisse und daher veröffentliche für Euch eine Vorversion des Vorwortes zum ersten Teil des Romanes und das neue Cover, dass vorläufig die aktuelle Version darstellen soll. Ich wünsche euch von Herzen viel Fruede beim lesen. Euer Lennart Cole


Die Wächter der Waage

Die Schatte kommen

Vorwort des Autors

«Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.» — William Shakespeare


Stephen Greenblatt schreibt in seinem Buch, die Geschichte von Adam und Eva Folgendes:

Wir Menschen können nicht leben ohne Erzählungen. Wir umgeben uns damit, erfinden sie im Schlaf, erzählen sie unseren Kindern, zahlen sogar dafür, dass uns Geschichten erzählt werden.

Die nun folgende Geschichte wuchs im Laufe meines Lebens, aus meiner Beschäftigung mit Mythen, Legenden, religiösen Schriften und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie wurde aber aus eigenen Erfahrungen und nicht minder aus dem aktuellen Zeitgeschehen geboren, denn die Welt wandelt sich aktuell mit rasender Geschwindigkeit.

Wieso tut sie das in der Form und was treibt diesen Wandel an? Wie oft stellte ich mir diese Frage in meinem Leben, wie lange suchte ich nach möglichen Antworten.

Es ist viele Jahre her, stieß ich zufällig in Schriften aus ältester Zeit auf Indizien, die mein Interesse weckten. Erst schenkte ich diesen Geschehnissen keine große Beachtung, doch wie es der Zufall wollte, verknüpfte sich das Erscheinen dieser „Wesen“ stets mit Umbrüchen, extremer Veränderungen oder Gefahr für die Welt der Menschen. Dies machte mich nachdenklich.

So begann für mich eine gezielte Suche nach Überlieferungen, in denen diese Wesen eine Rolle spielten, oder zumindest am Rande erwähnt wurden.

Ich fragte mich nach den Gründen, den Ursachen, denn alles was jetzt geschieht, hat eine Ursache in dem, was zuvor geschah, so wie ein zuvor gemachter Schritt, der uns an den Ort brachte, an dem wir nun stehen.

Das Tor der Welten, Erzählungen über Dimensionen, einer anderen Sicht auf Leben, Zeit und Tod und über das ewig währende Gefecht zwischen dem, was wir Gut und Böse, oder Licht und Dunkelheit nennen.

2005 unternahm ich einen ersten Versuch, der Geschichte einen Anfang zu geben, musste jedoch feststellen, dass es unzureichend war und ich noch viel zu viele offene Fragen hatte, für die ich weder Antworten noch Beweise fand. Manche Geschichten sucht man, doch von manchen Geschichten wird man gefunden, stellte ich zu einem späteren Zeitpunkt fest, denn sie drang, ohne dass ich Einfluss darauf hatte, einfach in mein Leben. Die Frage nach dem Wieso führte mich zu ersten vagen Vermutungen, die sich, wie ich nach und nach herausfand, wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte zieht.

Wissenschaftler datieren es aktuell um 1300 - 1100 vor Christus, als der Mensch begann nach Macht zu streben. Wer herrscht, der siegt. Menschen verehrten in unterschiedlichster Weise unterschiedliche Gottheiten und gab ihnen Namen. Sie prägten unser Weltbild und auch die Sicht, mit der Wissenschaftler auf sie blicken durften.

Alle Schriften, die wir lesen wurden von Menschen verfasst, überliefert, ausgeschmückt, übersetzt, wiederum ausgeschmückt und so ging es immer weiter, bis in die heutige, moderne Zeit. Vieles davon ist im Laufe der Zeit verloren gegangen, von einigen entdecken wir lediglich eine Spur.

Ich stellte mir vor, alle Schriften, Ideen und Deutungen aus ältester Zeit bis heute, würden die Entwicklungsgeschichte des Menschen, seines Glaubens, seiner Vorstellungen in einem Buch zusammenfassen. Dieser Gedanke begeisterte mich. Ich nahm mir vor die Geschichte mit Beginn der Schöpfung bis in die nahe Zukunft neu zu schreiben, ohne sie aus dem Kontext zu reißen, ohne Machtstreben, oder einem aktuellen kulturellen, religiösen Denken dienlich zu sein. Ich zog wissenschaftliche Erkenntnisse hinzu, Mythen, Legenden und füllte entstandene Lücken mit Puzzeln aus eigener Sicht auf die Dinge, so wie man ein Puzzle ergänzen würde, wenn es unvollständig ist.

Wie schon erwähnt hatte ich in erster Linie das Ziel mit der Geschichte die Leser/innen gut zu unterhalten, doch sie sollte auch eine gewisse Ernsthaftigkeit enthalten.

Gleichzeitig fühlte ich mich oftmals ohnmächtig, der übermächtigen Aufgabe nicht gewachsen. Aus diesem Grund legte ich mehrmals für Jahre, meinen Stift beiseite, legte den Stapel aus Hunderten Notizen, Texten und Geschichten in die Schublade. Ich fühlte mich überfordert.

Ein mysteriöses Erlebnis jedoch gab mir wieder Mut. Vor vielen Jahren war ich einkaufen, schlenderte durch die Einkaufsstraßen meines damaligen Wohnortes, als plötzlich eine Frau auf mich zukam, ohne mich zu Fragen meine Hand nahm, meine Handinnenfläche studierte und sagte: «Du wirst die Welt bewegen, denn deine Geschichte wird Menschen bewegen. Tu, was du tun musst, auch wenn du in deinem jetzigen Leben die Auswirkungen nicht wahrnehmen wirst. Folge deiner Bestimmung.» Sie ging, wie sie kam, ohne etwas von mir zu verlangen.

Monate später setzte ich mich wieder an meinen Schreibtisch, besuchte Archive und recherchierte weiter.

Die Aussage eines Geistlichen über verschiedenste Blickwinkel, den Anfang von allem zu übersetzen, weckte mein Interesse.

Aus dem, was einmal war, schuf Sie -also Göttin-, Gott, Götter, den Himmel und die Erde.

Interessant wird es, wenn man noch die älteste Überlieferung der Schöpfungsgeschichte hinzuzieht, die Wissenschaftler bisher gefunden und studiert haben. Wie finden diese im Gilgamesch Epos.

Die Schöpfergöttin Aruru, die den Menschen erschuf – und als Rivalen des Königs Gilgamesch noch einen weiteren Menschen kreierte. Eine Übersetzung sagt es so:

Aruru wusch sich ihre Hände, Lehm kniff sie ab, warf ihn in die Steppe. In der Steppe erschuf sie Enkidu, den Helden […]. Völlig mit Haar bedeckt war sein Körper, mit dichtem Haupthaar wie eine Frau, sein lockiges Haar dicht wie Getreidehalme. Er kannte weder Land noch Leute. Bekleidet war er wie das wilde Vieh, mit den Gazellen fraß er Gras […], mit den wilden Tieren genoss er das Wasser.

In Keilschrift niedergeschrieben wurde Gilgamesch (in der hier zitierten sogenannten ninivitischen Version etwa im 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Die Überlieferungen dieses Epos reichen jedoch bis ins 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück.

Gut und Böse steuerte die zoroastrische Religion hinzu.

Wir könnten dies noch fortführen, mit Schöpfungsmythen aus unterschiedlichsten Kulturen und Epochen, wir kommen meist zu sehr ähnlichen Ergebnissen.

Yuval Noah Harari ist ein israelischer Historiker. Er lehrt seit 2005 an der Hebräischen Universität Jerusalem. Von ihm stammt der Satz: und die Geschichte endet, wenn Menschen zu Göttern werden.

Er sagte auch: Die Geschichte begann, als die Menschen Götter erfanden.

Nun komme ich zurück zum Ursprungsgedanken. In allem denken wir über die erste Ursache nach, seit Tausenden von Jahren und genau hier setzt diese Geschichte an, denn eine Geschichte muss einen Anfang haben und irgendwann einmal auch ein Ende, so wie alles ein Ende hat, auch wenn sich diese Tatsache unserem täglichen Dasein entzieht.

‹Der Eine›, wurde eines Tages ganz überraschend lebendig, wie jemand, mit dem man am Tisch sitzt und bei einem guten Glas Wein über das Leben spricht.

Ich habe Tage und Nächte mit ihm verbracht. `nichts endet wirklich`, flüsterte er mir zu. Für mich persönlich geschah dies in einer Lebensphase, die alles Vorherige auf den Kopf stellte und sehr belastend war.

So sind ‹Der Eine›, ‹Die 13›, die Gemeinschaft, ‹Die Wächter der Waage›, Bestandteile der Geschichte von Anbeginn der Zeit. Sie begleiten die Entwicklung auf `Naneth Ereth`, dem Namen des Planeten, auf dem sich diese Geschichte zuträgt, was übersetzt so etwas wie Mutter Erde heißt.

Ein uraltes Zeichen einer uralten Gemeinschaft nahm Gestalt an.

Die Sinus Linie, verbunden mit dem Zeichen für die Waage im Logo symbolisiert den Wandel, der sich über Jahrtausende im Wechsel vollzieht. Ein immerwährender Kampf zwischen Licht und Dunkelheit im Zeitenwandel, der zugleich die Entwicklung in den Epochen der Menschheit prägte.

Dieser Tatsache widmet diese Geschichte viel Aufmerksamkeit, denn der Wechsel von Licht und Dunkelheit ist äußerlich allgegenwärtig erlebbar, verfolgt einen tieferen Sinn als Ursache und Wirkung in allen, was auf diesen Planeten geboren wird, lebt oder mit ihm verbunden ist.

Doch Licht und Dunkelheit kommen nicht über uns, so als wäre irgendetwas der Täter und wir Menschen die Opfer. Nein, denn aus Licht und Dunkelheit bestehen unsere Herzen, Gedanken und Seelen, die in unseren Entscheidungen den Unterschied ausmachen, von einem Zyklus zum nächsten. Taten sind immer Entscheidungen unseres Gewissens.

Leben ist entstanden, weil die Schöpfung voller Fantasie ist, voller Vorstellungskraft, die sich im Rahmen von Gesetzen bewegen, die wir wissenschaftlich erforschen, aber noch nicht in Gänze verstehen.

So ist in vielen Dingen und Bereichen der Mensch eine zentrale Figur. Wir Menschen können jeden Moment durch eine konstruktive oder eine destruktive Brille sehen. Jeder Blick auf Wahrheiten ist gefärbt von eigenen Defiziten. Die wichtigste Erkenntnis in dem Zusammenhang ist, dass wir erkennen, dass die Wahl der Brille, die wir uns auf die Nase setzen, viel mit uns selbst zu tun hat und somit folgerichtig wenig mit sogenannten Wahrheiten, die wir für wahr erachten.

Unabhängig von dem, was man glaubt oder sehen will, unabhängig davon, ob wir wissend oder unwissend sind, existiert immer eine Wahrheit.

Wir Menschen sind Himmel und Hölle, Engel und Teufel, göttliches Wesen, Pflanze und Tier in einer Person. Wir Menschen sind somit vielfältig, wie auch zwiespältig. Wir sind das Schwert mit den zwei Schneiden. Wir sind mit allem verbunden, obwohl wir uns als losgelöst wahrnehmen.

Wir entscheiden im Rahmen einer Freiheit, leben im Rahmen einer Freiheit, geprägt durch eine Epoche und ihren Geistern. Überzeugungen von Menschen, ihr geistiger Horizont, spiegelt in den Epochen die Entwicklung des Menschen wider, prägt Kulturen, Länder, Schicksale, entscheidet über Frieden, Krieg und manchmal sogar über Geschehnisse in der ganzen Welt.

So existiert eine Geschichte, die vor sehr langer Zeit begann und uns in eine ungewisse Zukunft führt. Sie beginnt leise, lässt auf nichts Besonderes schließen, doch mit der Zeit häufen sich sonderbare Dinge und ehe sich der Protagonist versieht, befindet er sich in etwas sehr, sehr Großen.

Davon erzählt die Legende, ‹Die Wächter der Waage.›, die nun wie folgt beginnt.





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